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Wissenschaftler erforschen Mariahilfs Nachbarschaft

Forscherin erläutert das Ergebnis,

Nachbarschaft wissenschaftlich erforscht – Copyright: GBstern 6/14/15 – Daniel Dutkowski

Das Forschungsprojekt „Interethnisches Miteinander in europäischen Städten (ICEC)“ verglich Ziele, Mechanismen und Effekte integrativ wirkender Stadtteilinitiativen in Amsterdam, Stockholm und Wien. So untersuchten die Stadtforscher auch die Grätzel im 6. Bezirk. Ihr Ergebnis: Das Zusammenleben klappt in Mariahilf gut.

Zusammenfassung der Forscherinnen und Forscher

Mariahilf funktioniert wie ein Dorf in der Stadt. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind oft zu Fuß unterwegs, man kennt sich. Diese unverbindliche Verbindlichkeit schätzen die Mariahilferinnen und Mariahilfer. Bezirksvorsteher Markus Rumelhart meint dazu: „Unsere Nachbarinnen und Nachbarn können wir uns nicht aussuchen und doch kommen sie uns sehr nahe. Sie sind immer da und das macht sie auch so wertvoll. Gerade in einer wachsenden Stadt, wie Wien. Wir fördern daher das nachbarschaftliche Zusammenleben mit unserer Initiative „Miteinander in Mariahilf“.

Die Erkenntnis aus dem Städtevergleich

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungsprojektes erkennen im Engagement des Bezirks eine Vorbildwirkung. In ihrer Arbeit kamen sie zu folgendem Schluss:

  • die Förderung und Unterstützung durch PolitikerInnen und Verwaltung ist für das individuelle Zugehörigkeitsgefühl wichtig,
  • wirkungsvolle Maßnahmen müssen kontinuierlich von lokalen Nachbarschaftsinitiativen unterstützt werden und
  • aufsuchende Öffentlichkeitsarbeit sowie der Aufbau von Kontakten zu Schlüsselakteuren schwer erreichbarer Gruppen ist essentiell.

In manchen Vierteln Europas werden diese Aufgaben nicht wahrgenommen. Es besteht daher das Risiko zu Konflikten in der Nachbarschaft, ein persönliches Gefühl der Entfremdung. „Wir nehmen unsere Aufgabe ernst und möchten mit unseren Aktivitäten ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit zur Nachbarschaft erreichen“, so Markus Rumelhart.

Wissenschaft trifft Nachbarschaft

Mit der Präsentation des Ergebnisses der Forschungsarbeit ist die wissenschaftliche Arbeit rund um die Mariahilfer Nachbarschaft noch nicht abgeschlossen. Geographie Studentinnen und Studenten der Universität Wien nehmen das Zusammenleben im 6. Bezirk unter die wissenschaftliche Lupe. Die Initiative „Miteinander in Mariahilf“ und Bezirksvorsteher Markus Rumelhart laden die Studierenden ein, sich im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten mit dem Miteinander im Bezirk auseinanderzusetzen.

Am Ende des Jahres sollen die ersten Ergebnisse der Arbeiten präsentiert und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern diskutiert werden.

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