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Gespräch mit Catrin Fichtinger, Eltern-Kind-Institut Biolino

Kinder malen auf großen Papierbögen am BodenCatrin Fichtinger, die als Inhaberin des Biolino Eltern-Kind-Instituts in der Sandwirtgasse arbeitet, legt besonders auf eine gute Nachbarschaft zu anderen Geschäften in ihrer Umgebung Wert.

Dabei ist für sie wichtig, dass sich die Geschäftsinhaberinnen und -inhaber untereinander kennen und sich zum Beispiel in Form von gegenseitigem Flyer-Auflegen aushelfen. Auch um Besucherinnen und Besucher des 6. Bezirks  Tipps und Empfehlungen geben zu können, ist es gut, sich untereinander zu kennen.

„Alles ab dem Flakturm ist total schön“

Mit ihrem Grätzel ist Catrin Fichtinger im Großen und Ganzen nicht ganz glücklich, unter anderem deshalb, weil es dort zu wenige Grünflächen gibt. Für sie gibt es einen klaren Unterschied zwischen der unteren und der oberen Gumpendorfer Straße, wobei der Flakturm hier die Trennlinie bildet. Die obere Gumpendorfer Straße wirkt auf sie wesentlich schöner und belebter. Ein Grund dafür ist, dass dieser Bereich bereits durch Projekte gefördert wurde.

Fichtinger: „Aber die andere Seite der Gumpendorfer, also nein. Man sieht es ja: Die Leute versuchen es, haben kleine Unternehmen und setzen sich dahin und dann gehen sie wieder, weil sie merken, dass das nicht funktioniert.“

Positiv am Grätzel ist für Fichtinger die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel: „Eigentlich ist man hier ja total gut angebunden mit 13A, 14A, 57A, 12A, U4 – alles ist vor der Türe, eine super Anbindung; das ist auch etwas, mit dem ich immer werben kann.“

Unterstützung bei der Organisation

Catrin Fichtinger hat bereits Erfahrung mit nachbarschaftsfördernden Projekten. Unter anderem hat sie bei der von home made organisierten „Pop it Up Vienna Tour“ mitgeholfen. Das ist eine sogenannte Pop-up-Tour durchs Grätzel, bei der an unterschiedlichen Orten Ausstellerinnen und Aussteller ihre Ware anboten und sich kennenlernen konnten. Das Projekt wurde sehr gut angenommen und hat zu einem nachbarschaftlichen Austausch angeregt.

Allerdings war der organisatorische Aufwand sehr groß. Deshalb wäre für Fichtinger ein Unterstützungsangebot wichtig: „Gerade dadurch, dass sich hier so viele Kreative versammelt haben, könnte man das richtig toll machen. Aber irgendwie hat da niemand die Zeit oder den Mut, damit anzufangen.“

Ebenfalls nachbarschaftsfördernd ist für sie ein Kleidertausch, der wöchentlich im Blumenkind (vegane Fair Trade Mode) veranstaltet wird. Das Motto dabei: „Geh mit einem Rock hin und mit einem anderen wieder nach Hause.“

Nachbarschaft fördern und das Grätzel bekannter machen

Catrin Fichtinger hat einige Ideen, wie man die Nachbarschaft fördern und gleichzeitig das Grätzel rund um die untere Gumpendorfer Straße bekannter machen könnte. Mehr Grünflächen würden beispielsweise zu längerem Verweilen und Austausch einladen. Auch Nachbarschaftsfeste, wie das Esterhazy-Gassenfest, tragen zu einer besseren Nachbarschaft und einer Bezirksaufwertung bei. Projekte, wie die „Pop it Up Vienna Tour“ oder die von der Gebietsbetreuung initiierte Hinterhoftour fördern ein Kennenlernen der Nachbarschaft und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Eine weitere Idee wäre ein aktueller Bezirksführer, in dem Lokale und Geschäfte im 6. Bezirk vorgestellt werden. Fichtinger: „So im Pocket-Format. Mit Gutscheinen!“

Zur Person

Catrin Fichtinger ist Inhaberin des Eltern-Kind-Instituts Biolino.

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